geBIERt

Maisel & Friends Hopfenreiter Double IPA

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Bewertung

Der Hopfenreiter wurde am "Bockbier meets Craftbeer-Tag" am 5. März von den eingeladenen Brauern als Gemeinschaftsprojekt eingebraut. Die Besonderheit dabei: Jeder Brauer brachte eine Hopfensorte mit, die ihren weg in das Bier fand. So erklären sich die 70 IBU, der Name und das coole Etikett mit dem Hopfenreiter, der zwei riesige Dolden hält. Der Kollege könnte von der Optik her übrigens der nächste Anti-Held im Marvel-Universum sein :) Das passt auch irgendwie, denn analog zu Held und Anti-Held, die eigentlich Widersacher sind und sich trotzdem immer wieder mal gegenseitig unterstützen, soll dieses Bier die neue Bierszene symbolisieren: Man ist zwar Konkurrent, aber das freundschaftliche Miteinander zwischen den Brauern soll gepflegt werden. Nun zum Bier: Der Duft is ausgeprägt hopfig, weniger fruchtig, sondern eher die grasige Richtung. Auf jeden Fall genau mein Ding. Orange trifft die Farbe des Biers ganz gut und der Schaum sitzt perfekt. Ein Schluck und bei mir kommt Staunen auf! Ich hatte befürchtet, dass mir die Hopfenbombe zu bitter sein könnte, das ist aber gar nicht der Fall. Im Gegenteil: Der Antrunk ist schön malzig rund. Sogar eine leichte Süße lässt sich herausschmecken, bevor der Hopfen den Gaumen in Beschlag nimmt. Aber selbst dann ist die Süße noch leicht im Hintergrund vorhanden. Das ist wohl ein wichtiger Grund dafür, dass das Bier nur herb ist, aber in keiner Weise zu aufdringlich bitter wird. Es trinkt sich sehr angenehm. Von mir also eine glatte 10 Punkte-Bewertung und die Hoffnung, dass solche Gemeinschaftsprojekte auch in Zukunft bei Maisel gebraut werden! Ach ja: Das Bier gibt es seit gestern im Onlineshop, aber besser ihr fahrt gleich nach Bayreuth und genehmigt euch eine Kostprobe des Stoffs im Liebesbier.

Daten

  • Brauerei: Maisel & Friends (Bayreuth)
  • Stammwürze: 18,6 °P
  • Alkohol: 8,5 % vol.
  • Bittereinheiten: 70 IBU
  • Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Amarillo, Bremling, Chinook, Mosaic, Columbus, Ella, Spalter Spalt, Wai-iti), Hefe
  • Farbe: orange

Mahrs Bräu E.T.A. Hoffmann

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Das Mahrs Bräu E.T.A. wurde ursprünglich anlässlich des „200 Jahre E.T.A. Hoffmann in Bamberg“ Jubiläums 2008 als limitierte Auflage eingebraut, hat es aber inzwischen dauerhaft ins Sortiment geschafft. Ob das gerechtfertigt ist, will ich jetzt herausfinden: Schöner Schaum, teilweise recht feinporig. Unspektakulärer Geruch, dezent malzig, keine Fehlaromen. Also rein damit: Malzig, süßlich, ein Hauch Kaffee. Insgesamt sehr gut abgestimmt und hebt sich durch diesen Geschmacksmix vom Gros der dunklen Biere wohltuend ab. Ein wenig Schokoladenaroma ist auch noch drin und das Röstmalz merkt man erst ganz am Schluss. Die Bittere ist gut vernehmbar und meiner Meinung nach sehr passend. So wirkt das Bier nicht zu süß und es gibt von mir süffige 9 Punkte.

Daten

  • Brauerei: Mahrs Bräu (Bamberg)
  • Stammwürze: 13,5 %
  • Alkohol: 5,0 % vol.
  • Nährwert in kcal/l: ca. 491
  • Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen
  • Farbe: dunkelbraun

Rittmayer Summer 69

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Zur richtigen Festivalvorbereitung gehört neben dem Reinhören in alle möglichen Bands auch die richtige Bierauswahl. Inzwischen könnte man es schon Bierkomposition nennen, denn im Gegensatz zu früher, als ich einfach irgendeine Plörre gekauft hat (Hauptsache billig!), muss ich da jetzt viel Zeit investieren, damit für jede Stimmung das richtige Bier da ist :D Aber erst mal Musik zur Vorbereitung reinmachen: Artch aus Norwegen darf es sein. Mit dem 1988er Album "Another Return". Erdiger Heavy bzw. Power Metal mit anständigem Sänger. Da kann man Live sicherlich nichts falsch machen. Und für die Verpflegung auf dem Campingplatz hat der Rittmayer aus Hallerndorf extra sein Rock 'n' Roll-Ale Summer 69 eingebraut :) Kann da noch was schief gehen? Es handelt sich hierbei um ein Weizen Ale, das einem schon mal einen ziemlich genialen Duft bietet. Nicht nur nach bananigem Weizen oder nach schon so oft gerochenem Pale Ale-Zitrusnoten, sondern ein ganz eigenständiger, fruchtiger Mix. Farblich liegt es irgendwo bei bernstein, also nicht zu hell. Und geschmacklich? Was soll ich sagen: eigentlich perfekt. Schmeckt eigentlich gar nicht nach typischen Weizen, aber irgendwie auch doch. Schmeckt auch nicht nach typischen Pale Ale, aber irgendwie auch schon. Lässt sich super trinken, ist leicht, aber nicht geschmacklos. Im Gegenteil! Ich liebe es und ich glaube ich nehme Eric Hawk (den Sänger auf der Artch Scheibe) mal beim Wort, wenn er da singt "Forcing your brain, killing your soul 23-hours with rock 'n roll" Ale. Ok, das Ale habe ich dazu gedichtet, aber was soll er sonst gemeint haben? ;) 10 Punkte!

Daten

  • Brauerei: Brauerei Rittmayer (Hallerndorf)
  • Stammwürze: Text
  • Alkohol: 5,9 % vol.
  • Bittereinheiten: Text
  • Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
  • Farbe: bernstein

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