Jever Pilsener

Jever-pils

Das Jever Pilsener hat starken, standhaften Schaum. Da braucht das Pils echt mal 7 Minuten 😉 Das erste, was ich schmecke, ist eine gute Portion Metall, der sich auch nach ein paar weiteren Schlücken noch hält. Vom Malz oder anderen Aroma bleibt erstmal jede Spur aus. Das ist eben friesisch herb. Zu deutsch: Wir hauen viel Hopfen rein, der wirds schon richten… Das herbe kommt allerdings zeitweilig ganz gut zur Geltung, triftet dann aber zu sehr in die zu bittere Ecke ab und verweilt da einige Zeit. Da habe ich schon viel bessere Pilsbiere getrunken, die ebenfalls sehr herb waren. Zugutehalten muss man diesem Bier nur, dass sie nicht die übliche Mainstreamschiene fahren. Deswegen reicht es noch zu etwa 3 Punkten, ich bin eben auch kein Freund von solchen Bieren. 

 

Etikettaufschrift

„Das weiche, frische Brunnenwasser und eine Spur Hopfen mehr verleihen Jever Pilsener den einzigartigen und unverwechselbaren, herben Charakter.“

Daten

  • Brauerei: Friesisches Brauhaus zu Jever
  • Biersorte: Pils
  • Alkoholgehalt: 4,9 % vol.
  • Brennwert: 35,5 kcal / 100 ml, 163,55 kJ / 100 ml
  • Broteinheiten: 0,18 BE / 100 ml
  • Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt, Hopfen
  • Farbe: gold
  • Preis: Kasten mit 20 x 0,5 L ca. 13,50 € (Stand 04.2008, tegut)

7 Gedanken zu „Jever Pilsener

  1. King sagt:

    Ein eindeutiges „Männerbier“. Was der Weinkenner beim deutschen Riesling als „stahlige Herbe“ bezeichnet, findet seinen Widerpart hier im Bier. Dieses Bier ist absolut nicht geeignet um die Herzdame an den Pilsgenuss heranzuführen – das muss es aber auch nicht , denn dafür gibt es ja schließlich einen eigenen Markt, auf dem sich bereits die „Suns“ und „Golds“ tummeln. Dafür hat es seinen ganz eigenen, unverwechselbaren Charakter. Ein ästhetischer Vorteil der starken Hopfung ist die stabile Schaumkrone, die das Pils auch nach längerem Stand ansehnlich hält. Dieses Bier schmeckt auch bei großer Hitze im Sommer, wenn andere Sorten bereits nur noch als „Radler“ zu genießen sind. Wichtig zu jeder Jahreszeit: Richtige Trinktemperatur beachten! Wird Jever Pilsener nur minimal zu warm, verschieben sich die Aromen gewaltig, der Geschmack ist dann unausgewogen und es wird nahezu ungenießbar.

  2. David sagt:

    Nun meiner Meinung kommt das Bier deutlich zu schlecht weg in diesem Test. Das Bier wird wie erwähnt mit „friesisch herb“ beworben. Es hat sein ganz eigenen Charakter, der sich durchaus von anderen herben Bieren absetzt. Dass man mit einem herben Bier nicht wie mit anderen Marken (Becks, Warsteiner) eine möglichst große Zielgruppe erreichen kann, da dies nicht jedermanns Geschmack ist, sollte klar sein! Unter vergleichbaren Bieren hat meiner Meinung nach das Jever die Pole-Position inne. Auch muss ich mich meinem Vorkommentator anschließen: Jever „darf und muss“ nur wohltemperiert getrunken werden. Warme Biere schmecken im Allgemeinen schon grässlich, aber bei einem herben Bier, wie dies bei Jever der Fall ist, trifft dies in noch deutlich größerem Ausmaß zu. Ein nicht gekühltes und erst recht ein warmes Jever ist ungenießbar, deshalb unbedingt kühlen. Meine persönliche Wertung 10/10. Objektiv gesehen aufgrund der kleineren Zielgruppe (obwohl man einem Bier deswegen nicht abwerten sollte): 8/10

  3. Jan_aus_Friesland sagt:

    Hallo zusammen… Ja… ich bin ein waschechter Friese 🙂 Also es ist klar, dass das Zeug hier nur getrunken wird. Daher bin ich wohl etwas vorbelastet. Aber trotdem will ich mal begründen warum ich das Bier so gerne mag. ABER: Zunächsteinma was zum Namen: Tut der Welt einen Gefallen und sagt nicht JeWer… das ist ein Schlag ins Gesicht für jeden Friesen. Und versucht ja nicht in Jever (die Stadt) ein Jewer zu bestellen. Die Brauerei sagt jetzt zwar selbst Jewer in der Werbung. Dadruch kommt es auch zu dem Fehler, dass die ganze BRD Jewer sagt. Jedoch heisst die Stadt selbst Jever und wird auch Jefer gesprochen! Es ist meiner Meinung nach einfach falsch. Naja^^ Zum Bier: Ich finde, dass es wirklich noch wie ein Bier schmeckt. Gerade heute ist es so, dass Bier die Massen beglücken soll. Zielgruppen sind hier gerade Jugendliche und Frauen. Diese sind halt die Gruppen in denen noch Potenzial liegt. Ein gutes Jever hingegen spricht eigentlich nur die Männerwelt an, die eben einen starken Geschmack wollen. Hier trinken es hingegen auch Frauen. Vielleicht muss man einfach nur mal auf den Geschmack kommen. Meine Freundin kommt aus dem Harz und mochte es erst auch nicht. Jetzt hat sie aber auch nichts gegen Jever einzuwenden. 🙂 Es ist hier vor allem das Alltagsbier. Ich trinke mein Jever abends zum entspannen oder auch in der Disko. Vor allem beim Grillen ist es unerlässlich. Gerade zum Geschmack einer Bratwurst oder einem Steak passt der starke Geschmack perfekt und bietet eine Gewisse Balance zu Essen und neutralisiert meiner Meinung nach auch den Geschmack im Mund wordurch jeder Bissen neu geschmeckt wird. Ich kann mir einfach kein anderes „weiches“ Bier dabei vorstellen. Zum Betrinken ist es für uns Friesen auch gut geeignet. Allerdings trinken wir das schon seit der Kinderwiege. Außenstehende haben nach spätestens einem 6Pack die Nase davon voll. Ein Manko hast das Bier allerdings: Die Fahne. Nach einem einzigen Jever hat mam ein Fahne die jeder sofort riecht. Mir ist aufgefallen, dass das bei anderen Bieren nicht so extrem der Fall ist. All in all von mit natürlich 10 von 10: Ich liebe das Bier einfach … „Als wenn dir ein Engel auf die Sehle pisst“

  4. Hamburger sagt:

    das bier ist für mich das einzige mit dem man richtig saufen kann, ohne von der pils-süße das kotzen zu kriegen und man bekommt auch null schädel von dem zeuch; liegt denke ich mal am exzellenten brauwasser, das hier genutzt wird.

  5. Taradino_Cassatt sagt:

    Ein Bier an dem sich die Geister scheiden. Ich mag es sehr gern, weil es kompromislos herb und gleichzeit weich und bekömmlich ist. Allerdings würde ich es nicht als einziges Bier für eine Party kaufen, da die Akzeptanz einfach geringer ist als z.B. bei verbreiteten Premium-Marken.

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